D
er Gannerhof und seine Geschichte 1719

UND DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN HEIMISCHEN BAUERN UND HANDWERKERN

Warum Nunnhof?  
Der GANNERHOF wurde 1719 (seine Geschichte geht bis in das 12. Jahrhundert) als Bauernhof bzw. als Nunnhof gebaut.  

Bis zur Aufhebung des Stiftes Innichen, dessen Propst der Eigentümer dieses Hauses war, diente es als Altersheim für allein stehende Frauen (altmundartlich: Nunnen).  
Der Besitz wurde des öfteren geteilt, verkauft, meist weil in Not geraten, aber auch als Aussteuer für Töchter und Söhne.  
Der letzte Besitzer, Michael Steidl (s'Gannerle mit'n Hundl),  
verspielte den Hof mit "Rumpln", ein altes Kegelbrettspiel mit Kreisel. Heute ist es wieder in unserem neuen Labenhaus aufgestellt.

Mein Urgroßvater MICHAEL MÜHLMANN hat den Hof am 5.4.1879 gekauft. Der Talethof, welchen mein Urgroßvater bewirtschaftet hat, wurde mehrmals von den Lawinen verschüttet, deshalb gab er diesen Hof auf. Mein Großvater JOSEF MÜHLMANN übernahm den Gannerhof als jüngster Sohn von sieben Kindern. Drei Brüder sind im Ersten Weltkrieg gefallen.

Bis 1962 konnte mein Großvater diesen Hof erfolgreich führen. Meinem Vater JOHANN MÜHLMANN waren jedoch drei Kühe, um hier zu überleben, zu wenig, sodass ich, ALOIS MÜHLMANN, als Enkel diesen Gannerhof 1971, nach Ableben meines Großvaters, übernehmen durfte.

1978 haben wir begonnen ...  
...
den bereits in seiner Substanz geschwächten Hof zu renovieren. Außen haben wir wenig geändert. Vier Zimmer mit Etagendusche und eine große Wohneinheit im obersten Geschoß sind dabei entstanden. Ein schöner neuer Stall mit darüber liegenden Heustadel.

1979 Unsere Petra kam zur Welt  
Bald haben wir gesehen, dass die Landwirtschaft schon in der damaligen Zeit zu klein war um davon leben zu können, obwohl die neu dazugekommen Gästezimmer gut vermietet werden konnten.
 
Neue Ideen? Was nun? Monika hatte ja die Gastronomie gelernt! Wir bauen den Stall zu einem Gasthaus um, den Stadel in weitere Gästezimmer. Auf zur Bank!

1981 Unser Josef kam zur Welt ...  
... bevor wir am 3.Juli 1981 den Gannerhof eröffnet haben. Schöne Aufbaujahre folgten bis 1988 wo wir wieder an eine Wegscheide ankamen.

1988 Vergrößern? Verbessern?  
Wir haben uns für verbessern entschieden:
 
Da auch unsere Familie mehr Platz brauchte kauften wir den alten "Perflhof" in Außervillgraten und stellten ihn bei uns auf wo wir unsere Wohnung eingerichtet haben ...

Die alte Küche würde zur heutige Bauernstube, aus dem alten Kinderzimmer ein Büro, aus unserem Schlafzimmer Omas neue Waschküche, den Keller ausgeschaufelt und eine Sauna mit Bar ein gerichtet, die wir später als Weinkeller genutzt haben. Die Terrasse neu gestaltet.  
Auch an uns haben wir gearbeitet, Monika bei der Dreihaubenköchin Liesl Wagner Bacher und ich hab den Wein studiert.

Also mit neuem Konzept an die Arbeit! 
Zu dieser Zeit hatte auch der Bauer Josef Schett ein Idee: Als Selbstvermarkter eine Schafzucht aufgebaut und spezialisiert. Diese haben wir aufgegriffen und somit ist eine sehr gute und anhaltende Zusammenarbeit entstanden.

Das Villgrater Lamm:  
Sein “erstes Lamm” haben wir gekauft und Monika hatte es verarbeitet und gekocht und hatte es nicht leicht. Damals war das Lamm in den Ohren der Gäste noch ein Schaf: "haben wir früher immer bekommen -  ist alt und zäh!"

Mit der Zeit kamen wir in aller Munde. So haben wir die natürlichste Sache der Welt aufgegriffen: Von umliegenden Bauern, die das Beste und naturnaheste produzieren, bei uns aufzunehmen.

So arbeiten wir mit all den Bauern zusammen, wo wir etwas bekommen können. Die Liste ist lang: Von Butter und Milch, bis zum Eierschwammerl, von Preiselbeeren bis zum Wild und von Fleisch und Fisch ist sowieso nur Heimisches in unserer Küche.

Zudem stellt Josef Schett aus Schafwolle Isolierungen her: Schafwolldämm- und Isoliermatten sowie Stopfwolle sind im Gannerhof eingebettet, in all den Wänden und Böden. Auch das Bett und das Überbett und der Polster ist aus reinster Schafwolle von der "Villgrater Natur".

Mit dem neuen Labenhaus und dem Weinkeller haben wir die Möglichkeit ein kleines Sortiment auszustellen, um Ihnen unsere Zusammenarbeit mit den heimischen Bauern und Handwerkern auch wirklich augenscheinlich zu machen.  
Sie können alle Produkte bei uns oder direkt bei der "Villgrater Natur" kaufen.

Das Villgrater Handwerk  
Es ist bekannt: Der Villgrater baut sich sein Haus aus Holz, nur den Kamin aus Lerche!

Das Villgrater Handwerk hat wirklich goldenen Boden. Der Bekanntheitsgrad reicht bis Bayern, Wien und Italien; wo unser Handwerker hervorragende Arbeit leisten. Ob es Tischler sind oder Zimmerleute, sie sind gefragte Leute und im Gannerhof sind sie vertreten.  

Der Schmied: Ein Meister!  
Alfons Steidl, ein Freund mit dem man "Eisen stehlen" könnte!

Mit ihm haben wir eine noch längere Zusammenarbeit hinter uns. Als er 1980 den Schmiedebetrieb von seinem Vater übernahm, hat er gleich ein Kunstwerk geschaffen: unsere Laternen am Eingang.

Eisen als Material. Aus Eisen Formen und Figuren zu gestalten, Lampen, Wände, Tische und Stühle, Beschläge und Schlösser, Türen und Gitter. Die Ideen haben wir nicht bestellt sondern an vielen Abende und in kreativen Nächte erahnt.

Es gibt im Gannerhof kein Schloss, keine Beschläge und keine Lampe, die nicht der "Alfons" mit seinem Bruder Toni geschmiedet hat.  
Auch dem "Meister" haben wir ein Eck im neuen Labenhaus mit Weinkeller gewidmet um sein Handkunstwerk aus- und darzustellen.  
Einige Werke sind bei uns direkt erhältlich oder Sie besuchen seine Werkstätte im Dorf.  


2004-2005 Eine Entscheidung mit Josef  

Die Zeit bleibt nicht stehen! Auch nicht in Villgraten! Und wenn es manchmal in den Medien nachzulesen ist ...
 
Der Nachfolger vom Gannerhof scheint gesichert zu sein und somit gibt es wieder einen großen Schub nach vorne.

Nun ist es auch an der Zeit: Petra hat ihr Studium (Fotografie und Grafikdesign) fertig und gestaltet in diesem Sinne bei uns im Gannerhof mit ihrem kreativen Auge mit. Josef kocht seit  einem Jahr die Gannerhof Küche.

Im bestehenden Gannerhof haben wir in diesem Jahr, alle Zimmer neu renoviert und zwei Wohneinheiten ganz besonderer Art dazubekommen.  
Das ehemalige Zimmer 10, nun Wohneinheit "Kammerbühne", und ganz neu in unserem Privathaus die Wohneinheit "Oberganner Stadl".
 
Das Eine und Andere werden wir noch ergänzen müssen. Im Altweinkeller werden wir die Sauna erweitern und ergänzen.

Ein Eingangsbereich mit Sitzraum (Labenhaus), eine Anmeldestelle (Rezeption). Im Kellerbereich neu: WC-Anlagen, Weinkeller und Selche mit Speckeck, neue Waschküche und zwei neue Stuben.

Wir legen großen Wert in der Beibehaltung vom Stil des Gannerhofes sowohl außen, innen und ganz drinnen.
Wir haben mit den Arbeiten am 27. September bis 17. Dezember 2004 in
1. Etappe
begonnen
und vom 29. März bis 28. Mai 2005 die
2. Etappe geschafft.


3.Etappe 2006:    

DAS BIO SCHUPFERHAUS:  

.....Und wie das Leben dir halt spielen kann:
Mit Bedauern erfahre ich und muss zur Kenntnis nehmen, dass meiner geliebten Monika der Gannerhof zu viel und zu anstrengend geworden ist, schwere Krankheiten und verschiedene andere Situationen lösen diese Entscheidung aus.

Das Bio Schupferhaus mit 26 Betten entsteht in dieser Phase trotzdem, es muss weiter gehen,  so entsteht ein sehr origineller und wertvoller "Zwilling" vom Gannerhof.

 

 
Alois Mühlmann                             Gannerhof, November 2010

 

Familien News vom Gannerhof:

Gannerhof Familie News: 15.11.2010
Josepha
  kommt zur Welt das 1. Enkelkind von Petra Mühlmann mit Herbert.
Gannerhof Familie  News: 6.12.2011
Lorena kommt zur Welt   das 2. Enkelkind von Carola Walder und Josef Mühlmann

Gannerhof Familie News: 15.4.2012
Johanna 
kommt zur Welt das 3. Enkelkind von Petra Mühlmann mit Herbert.

Gannerhof Familie News: April 2015
Hochzeit Josef und Carola Mühlmann

Gannerhof Familie News: September 2015
Hochzeit Petra und Herbert Mühlmann Hatzl


Gannerhof Familie  News: 12.10.201
5
Jakob Julius
 
kommt zur Welt das 4. Enkelkind von Carola und Josef Mühlmann

gannerhof@aon.at
www.gannerhof.at